Nachdem ich meine Belegexemplare von „Spezialeinsatz“, meinem Mini-Polizei-Rollenspiel für den Gratisrollenspieltag, erhalten habe war es natürlich an der Zeit auch mal mit den finalen Regeln (u.a. Deckung und Schutzwesten wurden in die finale Version integriert auf Anregung der Juroren) eine Proberunde zu zocken. Nun sind meine Stammspieler, gerade auch Nadine, ja bekannt für eher brachiales Vorgehen – was bei einer Geiselnahme ja eigentlich nicht unbedingt die optimale Lösung ist - und auch diesmal führte dieser Weg zielgerichtet in Chaos... Die Ausgangssituation hat sich auch in der finalen Version vom GRoTaNaRSpEW-Sieger „Spezialeinsatz“ (Link, von pihalbe.org ist auch das Bild) nicht geändert: Eine kleine Dorfsparkasse wurde von Räubern überfallen. Da die Polizei zu schnell vor Ort war, verschanzten sie sich mit einigen Geiseln und fordern nun einen Fluchtwagen und ein zünftiges Mittagessen. Auftritt der Spezialeinheit, welche diesmal ganz brachial aus dem Sprengmeister (Geschicklichkeit 2, Psychologie 2, Robustheit 1, Zielgenauigkeit 3) und dem Schildträger (Geschicklichkeit 2, Psychologie 1, Robustheit 3, Zielgenauigkeit 2) bestand. Man machte sich einen groben Überblick über die Situation, beendete sogleich die Verhandlungen und begann die Erstürmung. Rein über den Hintereingang mit einer Türsprengladung und gleich den ersten Räuber durchlöchert. Der zweite Räuber konnte vor in den Schalterraum zu seinen Kollegen und den Geiseln fliehen. Dort begannen sie sich zu verschanzen, was die Spezialeinheit aber erst mal nicht störte da sie erst das Obergeschoss durchkämmten (und dabei ordentlich Krach machten). Zuletzt nahmen sie sich das Büro des Filialleiters vor, von dem sie wussten dass sich dort mindestens ein Räuber aufgehalten hatte, da von dort aus vorher die Verhandlungen geführt wurden. Zwar öffneten sie die Tür diesmal leise, aber achteten nicht auf ihre Umgebung. So übersahen sie die Sprengfalle, die sogleich ausgelöst wurde und das Team die Treppe runterkegelte ;-) Ein Glück für das Team, dass es die Schutzwestenregel noch in die finale Version geschafft hatte, denn sonst wäre mindestens der Sprengmeister schon tot gewesen :-P Davon ließ man sich aber nicht beirren, sondern versuchten nun ein zweites Mal den Raum zu erstürmen. Zwar wurden sie sofort unter Feuer genommen, doch hinter den ballistischen Schutzschild waren sie erst mal sicher. Hier kam der Schildträger dann auf eine interessante Idee, die zwar so nicht im Regelwerk vorgesehen war, aber witzig klang sodass ich die Regeln dazu improvisierte: Er bewarf den Räuber mit seinem taktischen Hammer (wer so einen schon mal gesehen hat, das sind richtig dicke Dinger), worauf dieser bewusstlos zusammenbrach und problemlos festgenommen werden konnte. Damit war das Obergeschoss gesäubert, nun sollten die Geiseln im Filialraum gerettet werden. Der Zugang war wieder versperrt, sodass die zweite Türsprengladung des Sprengmeisters zum Einsatz kam... Hier zeigte sich, dass es ein leichtsinniger Fehler der Spieler war auf einen Aufklärer mit Endoskopkamera zu verzichten: Dann hätten sie nämlich gesehen, dass die Räuber die Geiseln als menschliche Schutzschilde vor der Tür platziert hatten. So bekamen die dann die volle Wucht der Explosion ab, was ihnen nicht wirklich gut bekam. Die Polizisten stürmten dann den Raum, wurden von insgesamt drei verschanzten Räubern empfangen und gerieten ins Kreuzfeuer. Immerhin einen Räuber konnte der Sprengmeister noch ausschalten, bevor er selber fiel. Den verbliebenen Schildträger überwältigten die übrigen Räuber dann und machten ihn zu einer weiteren Geisel... GAME OVER :-( 50 Punkte kann man erreichen, diesmal gab es genau 5! 3 Punkte für den gefangenen Räuber (ok, da kann man wieder streiten, ob er nicht von den Komplizen wieder befreit werden würde) und jeweils 1 Punkt für die beiden toten Räuber. Naja, das ist jetzt nicht soooo gut gelaufen :-P
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