Space 1889: Das Geheimnis der London Bridge – Positiv klassisch, neutral typisch, negativ klischeehaft

Im letzten Jahr kamen ja in recht hoher Frequenz Abenteuer für das Steampunk- beziehungsweise Ætherpunk-Rollenspiel „Space 1889“ heraus. Und zumindest die bisher von mir rezensierten Exemplare waren dabei auch wirklich gut gelungen, nicht umsonst wurde „Der marsianische Patient“ beim Leserpreis „GOLDENER STEPHAN 2015“ zum besten Abenteuerbuch gekürt. Na da bin ich mal gespannt, ob „Das Geheimnis der London Bridge“ dieses hohe Niveau halten kann… Dabei spielt das Abenteuer, anders als der Name vielleicht suggeriert, nicht auf der Erde. Sondern auf dem Mars, denn auf diesem ist die geheime britische Forschungsraumstation London Bridge abgestürzt. An Bord befanden sich zahlreiche Wissenschaftler, darunter auch der Mann von Lady Edith Tillington. Diese ältere Dame bittet nun die Spieler, sie auf ihrer Suche nach der London Bridge zu begleiten um sich gemeinsam durch einige der gefährlichsten Mars-Regionen zu schlagen.

Der Karussellkönig – Schönes Horror-Märchen, welches mich überfordert

Heute möchte ich ein Buch besprechen, welches ich schon seit einiger Zeit bei mir habe. Nur bin ich irgendwie nie dazu gekommen, endlich mal den Artikel fertig zu machen. Nicht, weil mir die Zeit gefehlt hätte, sondern weil ich sowohl mehrere Anläufe beim Lesen als auch (da sogar mehr) beim Rezensieren benötigte. Denn zugegeben, beworben als Graphic Novel und angepriesen als „Ein betörendes modernes Märchen über die Macht der Träume und die Wege von Liebe und Schuld, auf denen sie uns leiten; abgründig, traumtrunken und voller Poesie.“, habe ich ein anderes Werk erwartet. Dieses Zitat auf dem Buchrücken stammt übrigens von Oliver Plaschka, der mir zwar nichts sagt, aber mit einem „Deutschen Phantastik Preis“ (2008 für das beste deutschsprachige Romandebut) sollte er ja wissen wovon er redet ;-) Ich hab wie gesagt ein anderes Werk erwartet: Zuerst mal verstehe ich unter dem Begriff Graphic Novel etwas anderes.
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GRoTaNaRSpEW-Finalversion-Testspiel mit schlechstmöglichem Ergebnis

Nachdem ich meine Belegexemplare von „Spezialeinsatz“, meinem Mini-Polizei-Rollenspiel für den Gratisrollenspieltag, erhalten habe war es natürlich an der Zeit auch mal mit den finalen Regeln (u.a. Deckung und Schutzwesten wurden in die finale Version integriert auf Anregung der Juroren) eine Proberunde zu zocken. Nun sind meine Stammspieler, gerade auch Nadine, ja bekannt für eher brachiales Vorgehen – was bei einer Geiselnahme ja eigentlich nicht unbedingt die optimale Lösung ist - und auch diesmal führte dieser Weg zielgerichtet in Chaos... Die Ausgangssituation hat sich auch in der finalen Version vom GRoTaNaRSpEW-Sieger „Spezialeinsatz“ (Link, von pihalbe.org ist auch das Bild) nicht geändert: Eine kleine Dorfsparkasse wurde von Räubern überfallen. Da die Polizei zu schnell vor Ort war, verschanzten sie sich mit einigen Geiseln und fordern nun einen Fluchtwagen und ein zünftiges Mittagessen.
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Fantasy Ambience - Masse statt Klasse?

Ich stecke ja als Rollenspiel(leit)er auch nach 2 Jahren noch in den Kinderschuhen, aber eins habe ich schon gelernt: Mit der passenden Klangkulisse kann man sehr leicht sehr atmosphärische Stimmung erzeugen :-) Passende Musik kommt von Künstlern wie Ralf Kurtsiefer … wer jetzt denkt „hey, die Einleitung hatten wir doch schon!“ liegt vollkommen richtig. Nämlich beim Interview mir Ralf, der mir nun auch eine CD zum Probehören zukommen lies. Na, da versuche ich mich mal als Musikkritiker ;-) Wobei, um gleich mal die Erwartungen zu dämpfen: Trotz vier Jahre Blockflötenunterricht hab ich absolut keine Ahnung von guter Musik (was man schon daran erkennt, dass ich bevorzugt HipHop höre :-P), daher schreib ich jetzt nix darüber ob die Stücke in Dur oder Moll sind oder ob es sich möglicherweise gar um 4/4-Takte handeln könnte. Ehrlich, keine Ahnung.

Arcadia – Arktischer Klischee-Horror

Gerade habe ich meinen Resturlaub vom letzten Jahr verbraucht. Da ich im realen Leben nicht weit fortgefahren bin, wollte ich zumindest literarisch mal eine andere Ecke unseres Planeten erkunden. Da kam mir der Antarktis-Horror-Roman „Arcadia“ vom deutschen Jungautoren-Tausendsassa Felix A. Münter gerade recht. Ob ich mit dem Buch einen spannenden Kurztrip hatte oder eher meine Zeit verschwendet habe, möchte ich in meiner Buchbesprechung kurz erläutern :-) Die Handlung des 300 Seiten starken Romans ist dabei – zumindest wenn man nicht spoilern will – rasch erzählt: Der abgehalfterte und desillusionierte Journalist White wird vom geltungssüchtigen Milliardär Bailey dazu eingeladen, eine Forschungsexpedition in die Antarktis zu dem bisher größten bekannten Meteoriten zu begleiten. Mehr aus Geldnot denn aus Interesse sagt er zu.
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Indie-Karten/Brettspiele #7 - Interview mit Jochen E. "Chordcommander" (Super Fantasy Brawl)

MOBA-Videospiele sind ja aktuell ziemlich beliebt. Da war es eigentlich auch nur eine Frage der Zeit, bis ein beherzter Indie-Entwickler sich mal an einer Miniaturenspiel-Version versucht. "Super Fantasy Brawl" ist ein Skirmisher für 2 - 4 Spieler und könnte sowohl mit seinem taktischen Spielprinzip Tabletop-Spieler als auch dank seiner familienfreundlichen Comic-Grafik Brettspieler gemeinsam an den Tisch holen. Klingt sehr interessant, daher hab ich Jochen gleich mal zum Interview gebeten. Hallo Jochen, stell Dich doch bitte den Lesern vor.
"Ich heiße Jochen, bin 31 Jahre alt und wohne derzeit mit 2 hübschen Mädels (Frau und Tochter) in Traunstein (Süd-Bayern – nähe Chiemsee).
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Meine Erfahrungen beim Valentinstag-Rollenspieler-Speeddating

Letzte Woche hatte ich ein Interview mit dem Würfelpech e.V. (Link) über verschiedene Konzepten zur Nachwuchsgewinnung geführt, da die Hallenser im Vergleich einen sehr niedrigen Altersdurchschnitt an SpielerInnen aufweisen. Passend zum Valentinstag fand nun eines dieser Konzepte, nämlich das Speeddating für Rollenspieler, statt. Das klingt schon mal spannend, da musste ich auch hin :-) Ein paar vergnügliche Stunden später kann ich behaupten, dass die Speeddating-Premiere eine gelungene Aktion war und sich ein paar glückliche Paare gefunden haben. OK, vielleicht war die Einleitung ein wenig missverständlich.
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Tulderon Reiseführer – Quellenbuch nicht nur fürs LARP

Schon seit vielen Jahren findet im nördlichen Thüringen, auf der Wasserburg Heldrungen, ein mehrtägiges Stadtspiel statt: Jährlich treffen sich mehr als 200 LARPer um die Hafenstadt Tulderon, gelegen im Nordosten Aklons in der Region Harogan, lebendig werden zu lassen: „Alle Teilnehmer dieses LARP sind als Bewohner oder Besucher Teil der Institutionen dieser Stadt […] Jeder Teilnehmer ist in der Pflicht, etwas zum Konzept beizutragen: eine Institution bespielen, daran mitwirken, ein Amt übernehmen oder auf kreative Weise mit seinem Charakter das Stadtbild bereichern.“ (Zitat von der offiziellen Webseite (Link)) :-) Gespielt wird nach dem punktbasierten „Phönix“-Regelwerk. Damit sich neue Spieler nun in dem komplexen Stadtspiel zurechtfinden, hat der „Zauberfeder Verlag“ einen Stadtführer veröffentlicht.

Deadpool: Das Film-Special – Die Leiden des jungen Wade Wilson

Gestern Abend nun war ich im Kinofilm „Deadpool“ und um es kurz zusammenzufassen: Nichts erwartet, alles bekommen :-D Sehenswert! Aber um den humorvollen Action-Kracher soll es hier gar nicht gehen, sondern um das begleitende Comic-Heft „Deadpool: Das Film-Special“. Kurz vor Kino-Start erschienen, interpretiert es die Kinokarriere des Anti-Superhelden auf eine ganz eigene Art und Weise und bereichert die Origin-Story zudem um weitere Hintergrundinformationen. Dabei ist die in sechs Kapitel unterteilte Geschichte rasch erzählt: Wade Wilson alias Deadpool will Hollywood bei der Verfilmung seiner Lebensgeschichte zuvorkommen und engagiert daher eigene Drehbuchautoren. Die verschleißt er ziemlich schnell (wer keine gute Idee bringt, fängt sich ne Kugel), einer jedoch gewinnt sein Vertrauen da er einfach nur zuhört. Und so beginnt Deadpool zu erzählen von seiner traurigen Kindheit, seinem Werdegang vom Soldaten zum Söldner und schließlich seiner Teilnahme am Waffe X-Experiment, die aus ihm einen Superhelden machte. Der Plan steht, die Geschichte soll authentisch verfilmt werden.
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Indie-RPGs #21 - Interview mit Andre Eggers (Neo-Gen: Die Welt von Morgen)

Und wieder wird es Zeit für ein Indie-Rollenspiel. Irgendwie reißt da der Nachschub an motivierten Jungautoren einfach nie ab :-) Diesmal nun stellt Andre Eggers sein Fantasy-SciFi-Rollenspiel "Neo-Gen: Die Welt von Morgen" vor an dem er bereits 10 Jahre arbeitet und das langsam aber sicher die Zielgerade erreicht. Hallo André, bevor wir über das Projekt reden, stell Dich doch bitte den Lesern vor.
"Hallo erst mal. Mein Name ist Andre Eggers, ich bin am 03.09.1989 geboren worden und wohne im wunderschönen Dithmarschen. Ich bin gelernter Krankenpflegehelfer und Physiotherapeut, als der ich derzeit in einer kleinen Praxis tätig bin."
Kannst Du "Neo-Gen: Die Welt von Morgen" bitte kurz vorstellen?
"In meinen System dreht es sich um ein Fantasy Sci-Fi Setting. "Neo-Gen: Die Welt von Morgen" spielt in einer dystopischer Welt in der die Reichen noch reicher geworden sind und die Armen um zu Überleben quasi so gut wie alles tun müssen. Doch das Besondere sind die Spielercharaktere. Jeder Spieler schlüpft in die Rolle eines Neo-Gen, eines Mutanten.
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