Indie-RPGs #23 - Interview mit Uwe Vitz (Würfelwelt)

Schon bei so manchem Buch habe ich mir gedacht "das wäre doch das perfekte Setting für ein Rollenspiel". Uwe Vitz, Mit-Autor der "New Tales of the Die-World"-Reihe, kam auf die gleiche Idee und entwickelte "Würfelwelt". Über das kostenlose Fantasy-System und seine Erfahrungen und Pläne als Autor spricht er mit mir im Interview :-) Hallo Uwe, bevor wir über das Projekt "Würfelwelt" reden, stell Dich doch bitte den Lesern vor.
"Hallo Philipp, mein Name ist Uwe Vitz, 50 Jahre alt, Single, Angestellter im öffentlichen Dienst, Hobbyautor und Mitglied der Schreibwerkstatt Gummersbach (Link), Blogger und Rollenspieler."
Kannst Du "Würfelwelt" bitte kurz vorstellen?
"Gern. "Würfelwelt" ist ein schnelles, kreatives Rollenspiel, welches den Spielern viele Freiheiten lässt.
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Destiny Quest: Die Legion der Schatten – Sorry Swen! Sorry Christian! Sorry Florian!

Der „Mantikore Verlag“ ist ja – trotz einer Vielzahl an Romanen und dem „Game of Thrones“-Rollenspiel – vermutlich jedem Rollenspieler am ehesten für seine Solo-Spielbücher bekannt. Nach so erfolgreichen Werken wie „Reiter der Schwarzen Sonne“ von Swen Harder (mittlerweile in der 4. Auflage!) und „Das Feuer des Mondes“ der Brüder Christian & Florian Sußner (Doppelsieg „GOLDENER STEPHAN 2015“) bringt der Frankfurter Verlag von Nicolai Bonczyk mit „Destiny Quest: Die Legion der Schatten“ nun einen weiteren dicken Spielbuch-Wälzer. Mal schauen, ob er nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ mit den bisherigen Publikationen mithalten kann… Der Auftakt des Abenteuers ist dabei recht klassisch: Man wacht auf, ohne sich erinnern zu können (scheinbar ist solch ein Anfang das Spielbuch-Äquivalent zum „Helden treffen sich in einer Taverne“ bei klassischen Rollenspielen ;-)). Schnell nimmt man die Identität eines sterbenden Jungritters an und geht zu Avian Dal, einem Großmeister, in die Lehre.

Ein Ozean der Liebe – Wortloses Slapstick-Meisterwerk

Eine humorvolle Graphic Novel ganz ohne Worte, dafür aber mit einer herzzerreißenden und durchaus kapitalismuskritischen Handlung, kann das überhaupt gehen? Ja, das geht! Der „Splitter Verlag“ beweist es mit seinem aus dem französischen übersetzten (OK, nur der Titel und der Klappentext wurden übersetzt, mehr Text gibt es nicht ;-)) Meisterwerk „Ein Ozean der Liebe“. OK, mit dem Wort Meisterwerk habe ich jetzt schon dem Fazit vorgegriffen ;-) Also fangen wir mal ganz von vorn an: „Ein Ozean der Liebe“ zeigt das beschauliche Leben eines alten bretonischen Fischers und seiner Frau. Die beiden haben eine eingefahrene Alltagsroutine, die sich so sicher seit drei oder vier Jahrzehnten nicht verändert hat. Bis zum schicksalshaften Tag, als der Fischer von seiner Seefahrt nicht mehr heimkommt, da sich sein Fischkutter in den Fangnetzen eines anderen Schiffes verfangen hat. Der Leser begleitet die beiden Protagonisten nun bei ihren darauffolgenden Abenteuern.
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[RPG-Blog-O-Quest] #006 – März`16 – Settings

Und es geht wieder los :-) Fünf knallharte investigative Fragen vom Blogger-Kollegen Greifenklaue über die Rollenspiel-Gewohnheiten der deutschen RSP-Blogsphäre. Wie immer bin auch ich mit dabei, dieses mal geht es um das Thema Settings.
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Sykes – Spannend und atmosphärisch, nur etwas kurz

Eigentlich kann man die Handlung von „Sykes“ in einem Satz zusammenfassen: Kompromissloser Gesetzeshüter gegen brutale Räuberbande. Doch das wäre viel zu kurz gegriffen und würde dem neusten Wild-West-Comic vom „Splitter Verlag“ nicht gerecht werden. Warum das so ist, erfahrt Ihr in dieser Rezension… Marshal “Sentence“ Sykes ist auf den ersten Blick ein typischer stiller „Law & Order“-Revolverheld (inklusive traumatischer Vergangenheit), wie man ihn aus unzähligen Western mit Clint Eastwood oder John Wayne kennt. Doch er ist kein stoischer Haudrauf (beziehungsweise Schießdrauf ;-)), sondern ein belesener und reflektierender Ehrenmann. Auf seiner Jagd nach der brutalen Clayton-Bande kommt er an der Farm des kleinen Halbwaisen Jim Starret und seiner Mutter vorbei. Er warnt sie noch erfolglos, die einsame Gegend zu verlassen, da ist es auch schon zu spät… In der folgenden Nacht wird die Farm von den Claytons aufgestöbert und die Mutter brutal ermordet. Der kleine Jim kann jedoch sich in die nächste Stadt retten und bittet Sykes seine Mutter zu rächen. Zugegeben, bisher klingt diese Zusammenfassung eher nach einer klassischen Westerngeschichte.
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Indie-RPGs #22 - Interview mit Samuel Kuschkowitz (Neverland)

Am Valentinstag war ich ja beim Rollenspieler-Speeddating in Halle. Dort lernte ich nicht nur dieses interessante Konzept zur Nachwuchsgewinnung kennen, sondern auch das Indie-Horror-Rollenspiel "Neverland" welches dort seine Premiere feierte. Und da hab ich natürlich gleich mal ein "Date" mit Samuel klar gemacht für ein Interview ;-) Hallo Samuel, bevor wir über das Projekt reden, stell Dich doch bitte den Lesern vor.
"Gern. Ich bin Samuel Kuschkowitz, meines Zeichens ehemaliger Student und derzeit Springer für ne große deutsche Drogeriekette. Wäre ich ein Baum, hätte ich jetzt 25 Jahresringe, allerdings wäre ich vermutlich ein Bonsai, die meisten Menschen die älter sind als 12 sind nämlich größer als ich. Ich leb im schönen Halle an der Saale, nenne aber auch Leipzig meine Heimat. Meine größtes Hobby ist natürlich das Spielen, ansonsten bin ich gern in der Natur und lese viel. Ich habe handwerkliches Talent aber wenig Durchhaltevermögen dafür.
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Die Kinder der Kirschblüte 1: Die Kinder erwachen - Gastrezension von Jakobina

Meine Anfang Januar geschriebene Rezension zum Jugendbuch "Die Kinder der Kirschblüte" mit dem schmissigen Titel "Emo-Fantasy mit Schwächen" war zum damaligen Zeitpunkt eine der kritischeren. Aber wohl nicht kritisch genug, denn nun erreichte mich eine Gastrezension von Jakobina, die ich euch natürlich nicht vorenthalten mag (ganz im Gegenteil, Gastartikel sind immer gern gesehen!). Im Gegensatz zu meiner Rezension diesmal auch vollkommen spoilerfrei ;-) "Die Kinder der Kirschblüte" - Zum Inhalt:
"Hanna ist einsam. Sie hasst ihr Leben, die Welt, sich selbst. Nur im Internet findet sie Freunde und Verständnis. Als ihre Online-Clique plant, ein Zeichen zu setzen, sich zu wehren, gegen all die Arschlöcher und Mobber da draußen, da geraten die Dinge sehr schnell außer Kontrolle.
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Dich hatte ich mir anders vorgestellt – Informativ und unbequem

Jetzt wird es mal wieder Zeit für ein ernsteres Buch. „Dich hatte ich mir anders vorgestellt“ ist der biografische Comic des französischen Künstlers Fabien Toulmé, der hier ein eindringliches Erstlingswerk vorlegt. Die Geschichte ist dabei rasch erzählt: Der Leser begleitet aus Sicht von Toulmé das junge Leben seiner Tocher Julia. Von den ersten Schwangerschaftsuntersuchungen über die Geburt mit der Schockdiagnose Trisomie 21 bis hin zur emotionalen Annäherung an das Kind, dass er sich anders vorgestellt hatte… Gut 250 Seiten umfassend ist diese recht einfach gezeichnete und kolorierte Graphic Novel. Aber hier kommt es auch nicht so auf die Optik an, sondern auf den Inhalt. Ich will jetzt gar nicht so viel auf die Handlung eingehen, es werden halt die verschiedenen – zumeist negativen - Erlebnisse der ersten Lebensjahre thematisiert (Schock nach der Diagnose, Krankenhaustermine, Selbsthilfegruppen, Ablehnung durch Umwelt etc.). Aber diese Erlebnisse sind nur die eine Hälfte des Buches.
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Indie-Karten/Brettspiele #8 - Interview mit Kurt Kniffka (Jugger das Brettspiel)

Ich hab früher immer gedacht, als Paintballer betreibe ich schon eine ziemliche Exoten-Sportart. Aber dann erfuhr ich von Jugger, einer auf dem gleichnamigen Endzeit-Film basierenden Mannschaftssportart. Und dafür ist nun auch ein interessantes Brettspiel in der Entwicklung. Darüber und über den Sport allgemein spreche ich mit Kurt Kniffka. Hallo Kurt. Eh wir zur Sportart und der Spieleumsetzung kommen, lass uns erstmal über Dich reden.
"Also ich bin Kurt Kniffka aus Hagen, 29 Jahre alt/jung und leidenschaftlicher Brettspiele-Spieler. Meine Sammlung umfasst so einige Spiele, daher musste ich mir erst letztens einen neuen Schrank zum Aufbewahren kaufen ^^ Klassiker wie "Siedler von Catan" und "Monopoly" gehören dazu aber auch "Zombicide", "Warhammer", "HeroQuest" und "Roborally". Insgesamt kann man sagen habe ich einiges.
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Loki #1: Liebesgrüße aus Asgard – Auch Bösewichte können gute Helden sein

Während viele Comicleser ihre ganz eigenen Favoriten für den besten Schurken im „Marvel“-Universum haben, sind sich die Zuschauer des MCU („Marvel Cinematic Universe“: Franchise und fiktives Universum, in dem die Comic-Verfilmungen spielen) eigentlich recht schnell einig: Loki, Adoptivsohn von Göttervater Odin und Adoptivbruder von Thor. Nicht nur, weil er in den Filmen von Tom Hiddleston herausragend verkörpert wurde, sondern auch weil er die von allen MCU-Antagonisten spannendste Geschichte zu erzählen hatte. Auch ich, also großer MCU-Fan, fand diese Figur immer sehr interessant und so wurde ich natürlich hellhörig als bekannt wurde dass „Panini Comics“ eine dreiteilige Sammelbandreihe rund um Prinz der Lügen und Täuschungen herausbringt. Noch dazu, wo er diesmal einer von den Guten sein soll… „Loki #1: Liebesgrüße aus Asgard“ ist ein 124 Seiten starker Comic-Sammelband, welcher mir freundlicherweise vom Verlang zur Verfügung gestellt wurde. Er besteht aus der Geschichte „Before the Truth Has Its Pants On“ (aus “All-New Marvel Now!
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