Black Dahlia – Düstere Comickunst von Matz & David Fincher

Nachdem die letzten rezensierten Comics mehr so zu den seichteren Genres gezählt werden konnten, kommt nun wieder mal ein ernstes Schwergewicht: Mit „Black Dahlia“ bringen der mehrfach ausgezeichnete Comic-Autor Alexis „Matz“ Nolent und der noch viel mehr ausgezeichnete Regisseur und Produzent David Fincher eine Comic-Umsetzung des 1987 erschienenen Romans „Die schwarze Dahlie“ von James Ellroy. Mittlerweile ist die 168 Seiten starke Graphic Novel auch auf deutsch im Verlag „schreiber & leser“ (Link) erschienen und als großer Krimi-Fan kam ich nicht umhin, sie mir mal zu Gemüte zu führen Die Handlung sollte dabei den Kennern des Buches oder der Verfilmung (die vom Buch etwas abweicht) bekannt vorkommen, für den Rest (zu dem auch ich vor der Lektüre gehörte) zitiere ich mal spoilerfrei aus Wikipedia (Link);-)
„Los Angeles im Jahr 1947.
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Indie-RPGs #20 - Interview mit mir selbst (Spezialeinsatz) - UPDATE: Sieger beim GroTaNaRSpEW 2016!

Wie die Zeit vergeht: Jetzt sind wir schon wieder bei Artikel 200 (was erschreckenderweise bedeutet dass ich ganze 100 Artikel in weniger als einem dreiviertel Jahr geschrieben habe) und da muss es natürlich ein ganz besonderer Artikel werden :-D Und zwar interviewe ich mich diesmal in einer der beliebtesten Blog-Kategorien, nämlich den Indie-Interviews, einfach selber :-P Hallo Philipp, stell Dich doch mal den Lesern vor :-D
"Hallo Philipp, danke für das Interview. Also mein Name ist Philipp Lohmann, knapp vorm 30.
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Aventurischer Almanach - Ein kleiner Hoffnungsschimmer (Gastrezension)

Mein guter Kumpel Nico Kammel, Spielleiter des Jahres 2014 und langjähriger DSA-Fan (der aber mit der 5. Edition bisher nichts anfangen konnte), war so freundlich die neuste Erweiterung für "Das Schwarze Auge 5. Edition" zu rezensieren. 264 Seiten ist sie stark und 39,95 € teuer. Da sage ich hier schon einmal herzlichen Dank dafür und wünsche meinen Lesern viel Freude mit dieser Gastrezension: "Lange war er erwartet, und nach mehreren Verschiebungen ist er nun endlich da: Der "Aventurische Almanach"! Hier geht es nicht um den in die Jahre gekommenen Almanach von 1999, der als Jahrbuch und Ergänzung des Lexikons gedacht war, sondern den neuen Quellenband zu DSA5. Natürlich war er mit dem Erstverkaufstag sofort bei mir, und so musste ich ihn gleich lesen. Hier meine Eindrücke: Was hat mir gut gefallen? 1. Die Aufteilung in die verschiedenen Abschnitte ist logisch und ordentlich strukturiert.

LARP: Einstieg in ein phantastisches Hobby – Didaktisch toll, thematisch eingeschränkt

Ich habe zu Beginn des Jahres in einem Halbsatz erwähnt, dass ich mich 2016 mal ganz unverbindlich mit dem Thema LARP (Live Action Role Playing) auseinandersetzen wollen würde. Und genau für solche Interessenten wie mich hat der „Zauberfeder Verlag“ das Buch „LARP: Einstieg in ein phantastisches Hobby“ veröffentlicht (und mir dankenswerterweise als Rezensionsmaterial zur Verfügung gestellt). Hier sollen die typischen Einsteigerfragen beantwortet werden: Was erwartet mich? Wo muss ich hin? Was ziehe ich an? Wie finde ich meinen eigenen Spielstil? Na mal schauen, ob ich nach der Lektüre schlauer geworden bin... Nach einem sehr detaillierten, ganzseitigen Inhaltsverzeichnis, einem kurzen Vorwort und einem Glossar geht es dann auch schon los. Zuerst einmal mit einer ganz groben Einführung, die man so auch der interessierten Schwiegermama vorlegen könnte.
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GOLDENER STEPHAN 2015 - Rollenspieler-Statistiken (Alter & Geschlecht) + Gamesmagazin- & Tageszeitungsbericht

Der erfolgreiche Leserpreis ist ja nun schon einen Monat her. Bisher bin ich aber noch eine wichtige Statistik schuldig geblieben: Nämlich die Statistik über die Geschlechts- und Altersverteilung der Abstimmungsteilnehmer. Außerdem, wo wir grad beim Thema Leserpreis sind: Tatsächlich hat es der "GOLDENE STEPHAN 2015" in eine Tageszeitung geschafft :-D OK, vermutlich wollen die meisten Leser zuerst etwas über die Rollenspieler-Statistiken lesen :-) Also bitte sehr, hier das offizielle Ergebnis: Ich muss sagen, das Ergebnis deckt sich mit meinen Erfahrungen: Mehr Männer als Frauen, die meisten SpielerInnen zwischen 30 und 49.
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Das große Orkenspalter-Kochbuch - Kulinarische Reise durch Aventurien

Bisher hatte noch jede Rollenspielrunde, an der ich teilgenommen habe, eine Gemeinsamkeit: Während des Spiels wurde gegessen. Zumeist waren das Snacks aller Art, gelegentlich gab es auch mal deftige Hausmannskost. Mit der „Culinaria Aventuria“ wurde vor knapp über einem Jahr probiert aventurische Esskultur an den Rollenspieltisch zu bringen. Die Kritiken waren allerdings eher durchwachsen, sodass sich engagierte Mitglieder der Orkenspalter-Community (Link) an einer eigenen aventurischen Rezeptsammlung versuchten. Mittlerweile gibt es die besten Rezepte auch gedruckt als Hardcover.
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Private Eye: Die 7 Abschiedsbriefe des Mr. Pomeroy – Dramatischer als jede Seifenoper

Früher, in der guten alten Zeit, war alles viel züchtiger? Zumindest für „Die 7 Abschiedsbriefe des Mr. Pomeroy“, dem neusten Abenteuerband für das viktorianische Detektiv-Rollenspiel „Private Eye“, trifft diese Aussage nicht zu. Denn die Spieler müssen nicht einfach nur einen mysteriösen Mordfall im englischen Landadel aufklären, sondern kommen auch noch ziemlich bizarren Familienverhältnissen auf die Spur. Dabei stellt mich der mittlerweile neunte Teil als Rezensent vor eine enorme Herausforderung: Eigentlich jegliche Story-Beschreibung, die über den kurzen Klappentext des 48 Seiten starken DIN-A4-Softcovers hinausgeht, wäre schon ein massiver Spoiler und damit wichtiger Hinweis für die ermittelnden Spieler. Andererseits jedoch muss man eben genau diesen Hintergrund wissen, um zu verstehen warum ich so von diesem Krimi-Abenteuer begeistert bin. Ich versuche mal einen Mittelweg zu finden: Edward Pomeroy, Abenteuer und Lebemann, eröffnet der entsetzten Familie sich von seiner zweiten Frau scheiden zu lassen, um seine Geliebte zu heiraten. Als wäre das für die verarmte und entmachtete Landadelsfamilie nicht genug Dramatik, wird Mr.

Steve Jacksons SORCERY!: Die Shamutanti-Hügel – Der Weg ist das Ziel

„SORCERY!“ ist eine vierteilige englische Solo-Spielbuchreihe, welche das erste Mal zwischen 1983 und 1985 veröffentlicht wurde. Nun legen die deutschen Spielbuch-Spezialisten vom „Mantikore Verlag“ (Link) diese Serie wieder auf und ich musste mich beim Zocken schon gelegentlich fragen, ob so ein altes Spielbuch modernen Standards genügen kann… Die Neuauflage, welche ich dankenswerterweise vom Verlag als Rezensionsexemplar zugesendet bekam, bietet auf 224 Seiten ein 456 Abschnitte umfassendes Abenteuer. Die Handlung ist dabei allerdings eher simpel: Eine magische Krone wurde geraubt, die Fantasy-Reiche verfallen ins Chaos. Nun ist es die Aufgabe des Spielers die Krone im Verlauf der vierteiligen Reihe zurückzuholen. Diese Aufspaltung der Geschichte bringt nun Vor- und Nachteile: Einerseits sind die vier Bücher dadurch zusammenhängender, als es bei anderen Spielbuchserien der Fall ist. Die einzelnen Bände nehmen Bezug zueinander, beispielsweise haben im ersten Teil getroffene Entscheidungen dann Auswirkungen im zweiten Teil.

Exploding Kittens - Schnell, witzig, überteuert

Ich hab es irgendwann anders schon mal erwähnt: Die wahren Kickstarter-Perlen gehen meistens doch an mir vorbei und dann ist es Christian vorbehalten, mich mit der Nase ganz fest draufzustoßen :-) Diesmal war es ein wenig anders: Der medialen Dauerpräsenz in einschlägigen Blogs & Facebook-Gruppen konnte ich bei „Exploding Kittens“ nicht entgehen. Und auch wenn mich das Thema mal gar nicht anmachte (und ich prinzipiell Vorurteile gegen Spiele mit explodierenden Katzen habe… jaja, spießiger Langweiler :-P) war der Crowdfunding-Erfolg für mich doch bemerkenswert: 219.382 Unterstützer haben 8.782.571 $ (bei 10.000 $ Fundingziel) beigetragen, um das erfolgreichste Kickstarter-Spiel aller Zeiten zu ermöglichen. Respekt!