Kurztest: Der Mann, der Wunder vollbringen konnte

H.G. Wells ist den meisten Phantastik-Lesenden ja für ikonische Romane wie „Die Zeitmaschine“, „Die Insel des Dr. Moreau“, „Der Unsichtbare“ und natürlich „Krieg der Welten“ bekannt. Diese Titel wurden auch schon oft in verschiedenste Medien adaptiert, erst heute etwa hat die aktuelle „Krieg der Welten“-Verfilmung gleich fünf „Goldene Himbeeren“ gewonnen. Es was weniger bekannt ist die Kurzgeschichte „Der Mann, der Wunder vollbringen konnte“, obwohl es diese es nicht nur zu zwei Verfilmungen gebracht hat, sondern auch zur Begründung eines ganzen Genres, dessen Klamauk-Meisterwerk „Bruce Allmächtig“ wohl der bekannteste Vertreter des „Durchschnittsversager bekommt Götterkräfte“-Tropes ist.
 

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Königliches Blut: Elisabeth Bathory: Die Blutgräfin – Ohne Kontext bleibt nur Torture-Porn

Elisabeth Báthory (verheiratet Elisabeth Nádasdy; ungarisch Báthory Erzsébet, slowakisch Alžbeta Bátoriová/Báthoryová) war eine ungarische Gräfin aus dem Haus der Báthory von Ecsed. Ihre Verurteilung als Mörderin im Jahr 1611 ließ die Legende der „Blutgräfin“ entstehen, die die Vorlage für zahlreiche künstlerische Bearbeitungen lieferte.

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Der niveauvolle Trashtalk #71 - Aventurien mit D&D-Regeln? Könnte "Melliador" das spaßigere DSA werden?

Aventurien ist nach wie vor eine der beliebtesten Spielwelten in der deutschsprachigen Rollenspiel-Szene. Viele Nerds haben dort, teils bereits vor über 40 Jahren, mit dem ehemaligen Platzhirsch "Das Schwarze Auge" ihre ersten Abenteuer erlebt. Doch das Regelsystem wurde immer komplexer und simulationistischer, sodass nun viele Hoffnungen auf der ELF-Lizenz und damit "Melliador" liegen. Denn hier kann man Aventurien mit der äußerst beliebten 5. Regeledition von "Dungeons & Dragons" erkunden. Aber ändert sich dadurch das komplette Spielgefühl?

Kurztest: Die Bruderschaft der Stürme #1 Thoorak

Wer auch nur ein einziges Mal auf die Webseite des „Splitter Verlags“ geschaut hat (so wie ich, wenn ich schaue, welches Rezensionsexemplar es diesen Monat dann sein soll), der hat garantiert schon einmal den Namen Jean-Luc Istin gelesen. Oft als Szenarist, gelegentlich als Zeichner, hat er von allen auf diesem Blog rezensierten franko-belgischen Comics vermutlich am allerhäufigsten irgendwo seine Finger mit im Spiel gehabt. Nachdem ich nun diverse SciFi-Konzeptcomics aus seiner Feder besprochen habe (z.B. „I.S.S. Snipers“ (Link) und „Conquest“ (Link), bei sehr leichtgewichtige, aber stylische Kost), entführt er mich nun in ein Fantasy-Piraten-Setting, welches – so viel Spoiler vorweg darf schon sein – erneut sehr leichtgewichtig und zugleich sehr stylisch ist. 

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Trashtalk-Bonusfolge 62 - Tradition gegen Moderne: BavariaCon vs. CaveCon

Im Februar fanden gleich zwei bedeutende süddeutsche Rollenspiel-Conventions statt, die gegensätzlicher nicht sein konnten. Auf der einen Seite die mit einer 30-jährigen Geschichte sehr traditionsreiche "CaveCon" in Aschaffenburg und auf der anderen Seite die recht junge, aber fast zehnmal größere "BavariaCon" in München. Wir haben beide Veranstaltungen besucht und uns die jeweiligen Stärken & Schwächen dieser Con-Konzepte angeschaut.

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Black Cat Files #1 UFOs über Eastview – Mit Kinderkrankheiten, aber auch viel Ermittlungsspaß

Krimispiele erfreuen sich ungebrochener Beliebtheit, aber selbst die etablierten Fachverlage klagen darüber (Link), dass der Markt überschwemmt ist. Wie also kann man noch irgendwo eine Marktlücke finden, damit das eigene Indie-Produkt nicht in der Masse untergeht? Das haben sich Frederick & Sophia von „Arcane Gossip“ auch gefragt - Und ihre Lösung war so einfach wie genial: UFOs! Denn Mystery-Krimis wie „Akte X“ erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit, weshalb sie mit den „Black Cat Files“ eine Reihe ins Leben riefen, die sich eben mit genau solchen übernatürlichen Kriminalfällen befasst. Die Verlagswebseite gibt schon einen guten ersten Eindruck, in welche Richtung die Fälle gehen werden, wobei der nun vorliegende erste Fall aber noch recht „klassisch“ ist. Denn es wurden die titelgebenden UFOs über Eastview gesichtet, das Militär hat auch schon Stellung bezogen und zu guter Letzt starb auch noch ein bekannter Verschwörungspodcaster. Ob das alles miteinander zusammenhängt?
 

Die Klabauter Chroniken: Verflucht für Kupfer – Dünne Geschichte, dicke Atmosphäre

Okay, diesmal beginne ich nicht wieder mit der Feststellung, dass die Selfpublishing-Spielbücher vom Ehepaar Riedel für mich die DIE Rollenspiel-Überraschungen der letzten Jahre waren. Das kann man in meinen bisher drei (die Fantasy-Würfelorgie „Monsterjäger Legacy“ (Link) mitgerechnet sogar vier) Rezensionen (Link) immer wieder lesen. Nein, stattdessen beginne ich diesmal mit meiner aufrichtigen Bewunderung, denn was die Riedels neben ihrer Reisebloggei und dem Extrem-LARPing noch alles so an Spielbuch-Seiten runterschreiben, das ist beeindruckend. Nun ist der vierte „Die Klabauter Chroniken“-Band erschienen, mit 545 Seiten erneut ein dicker Brocken. Die einschlägigen Online-Kritiken waren wieder mal voll des Lobes, also schauen wir mal, ob ich mich da anschließen kann ;-) 

Krimi: Die Geschichte hinter Fritz Langs „M - Eine Stadt sucht einen Mörder“ – Wunderschöner Comic für Filmfans, aber nicht ganz das, was der Verlag verspricht

„M - Eine Stadt sucht ihren Mörder“ gilt als einer der besten deutschen Filme aller Zeiten, gedreht von einem der besten deutschen Regisseure aller Zeiten, nämlich Fritz Lang. Ein echtes Kino-Meisterwerk, welches auch ich immer mal wieder voller Begeisterung anschaue. Da ist es doch eigentlich logisch, dass ich nun auch diesen Geschichtscomic begeistert anschaue, oder?
 

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Kurztest: Romy Schneider: Ich bin nicht mehr Sissi

Wenn das Feuilleton – egal ob öffentlich-rechtlicher Rundfunk oder überregionale Tageszeitungen – wieder mal voll ist mit Comic-Rezensionen, dann kann ich mir eigentlich schon sicher sein, dass ich hier einen Comic (und ja, wie hier auch meistens eine Biografie) vor mir liegen habe, der so überhaupt nicht meinen Geschmack treffen wird. Aber wie immer in solchen Fällen werde ich dann meist familiär „gezwungen“, mir auch ein Rezensionsexemplar zur erbitten – Und so war es diesmal meine Schwiegermutter, die sich als knallharter Sissi-Ultra unbedingt durch die 160 Seiten starke Comic-Biografie fräsen wollte. Aber am Ende bin es ja doch ich, der hier in der Familie die Rezensionen schreibt, also schauen wir mal, ob ich mich wenigstens ein ganz kleines Bisschen begeistern konnte...
 

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Kurztest: Auf den Hund gekommen

Französische Romane, qualitativ hochwertig adaptiert als franko-belgische Graphic Novels? Keine Frage, wir sind wieder mal beim „Splitter Verlag“ gelandet, der in diese Richtung ja schon eine ganze Reihe an echten Meisterwerken publiziert hat. Nun also eine schwarzhumoriger und überraschend brutaler Noir-Thriller rund um eine Killer-Oma, die Amok läuft. Kann das gut gehen? Definitiv ja, wenn man den durchgehenden 5-Sterne-Rezensionen der Blogger-Kolleginnen und -Kollegen glaubt. Aber wie immer, wir wissen ja alle wie das läuft, bin ich bei so vielen Lobeshymnen mehr als nur skeptisch...
 

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